Puppenspiel

Therapeutisches Puppenspiel

„Spielend sich selbst finden, die eigenen Schätze heben
und seine Sache selbst in der Hand haben.“

 

01_puppeWie geht es den Kindern, wenn ein Elternteil unter psychischen Problemen leidet?
Wenn ersehnte Wärme, Beständigkeit, Lachen und Trösten nicht selbstverständlich das Kind umgeben, sondern sich die Aufmerksamkeit der Familie und des Umfeldes auf den hilfebedürftigen Erwachsenen richtet? Woher Sicherheit beziehen, wenn der Beschützer selbst verunsichert ist?

Das Therapeutische Puppenspiel lässt dem Kind ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen. Hier darf das Kind endlich einmal Bestimmer sein: alles geschieht so, wie das Kind es will! Es ist Regisseur seiner Geschichte. Draußen geht das eher nicht…
Mit Handpuppen, Requisiten, Tüchern, Holz und Kartons einfach drauflos spielen. Aus Ängsten und Träumen werden anfassbare Bilder. Die Therapeutin bietet sich als Mitspieler, als Begleiter durch Höhen und Tiefen an. Helden und Verlierer, Freunde und Monster zeigen hier unzensiert ihr (Un-)Wesen. Auf der Bühne entstehen gruselige oder heimelige Orte. Das Kind fühlt sich mit seinen Figuren im Paradies unendlich wohl. Es ist der Böse und das Opfer. Es erprobt sich in der Gefahr, die stets beherrschbar bleibt:
denn es ist ja „nur“ ein Spiel.

02_puppeDurch das Handeln in der erfundenen Geschichte erwachen echte Gefühle, es entstehen notwendig aus Ursachen Folgen, man gelangt an Entscheidungspunkte. Man kann sehen, was passiert, kann es aber auch zurückdrehen und nochmal anders spielen… Das Therapeutische Puppenspiel geht als tiefenpsychologische Methode nach C.G. Jung davon aus, dass das Kind seine eigene Befindlichkeit auf die „Bühne“ bringt und mit eigenen Mitteln eine Entwicklung in Gang setzt. Ähnlich dem Märchen ist im Spiel alles möglich, es drängt auf Lösung und es lässt Hoffnung aufscheinen, indem es ungeahnte neue Dinge einbezieht.
Mit einer selbst modellierten Figur vertieft sich die emotionale und selbststärkende Wirkung noch.

Therapeutisches Puppenspiel nutzt das SPIEL als kommunikativen Türöffner in schwierigen Zeiten, der es auch der betroffenen Familie leicht macht, sich auf das Hilfsangebot einzulassen.
Die Bilder und Geschichten zeigen den Eltern oft völlig neue Seiten an ihren Kindern. Sie vermitteln Botschaften, die die Kinder in Worten kaum formulieren könnten. Oft rücken sie die Kinder wieder in den Mittelpunkt der Familien.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Jeannette Abel
Tel. 0174 3253592
E-Mail: jeannette.abel(at)twsd-sa.de

 

 

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