Reitausflug

fuer-die-hp-reitenWie bereits im Sommer 2015 zog es uns auch im Sommer 2016 wieder zu zwei Ausflügen in die Franzigmark zum Zügelfrei e.V.
Noch nicht einmal ganz angekommen auf dem schönen, einladenden Gelände der “Pferdejule“ erspähen die Kinder die anmutigen Pferde, die gelassen auf der Koppel stehen oder liegen, Heu mümmeln oder einfach nur in der Sonne dösen.
Nachdem uns das Gehöft gezeigt und viel Wichtiges zum Thema Pferd erzählt wird und genügend Zeit zum beobachten der Tiere war, dürfen die Kinder und Muttis die Pferde putzen. Anschließend geht es nach draußen,  ins sehr abwechslungsreiche Gelände, über Stock und Stein.
Vom Pferd getragen werden ist nicht nur für die Kleinen eine wunderbare Erfahrung. Das sich fallen lassen können, lässt Sorgen und Ängste verschwinden.
Eine der Mutproben auf dem Pferderücken bestand darin, sich aufrecht auf den Pferderücken zu stellen. Nicht alle Kinder waren gleich dazu bereit, jedes aber überwand sich zum Schluss und strahlte hinterher stolz bis über beide Ohren. Dass das Selbstwertgefühl der Kinder, die sich trauen, ihre Mütter hoch zu Ross am Strick zu führen, auch dabei wächst, sieht man ihnen direkt an.
Nach der Geländerunde gibt es noch genügend Zeit zum Kaffeetrinken sowie zum Toben und Schaukeln, auf der neuen, riesigen Schaukel, die alle begeistert in Beschlag nehmen.
Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Ferienfahrt auf Kulturinsel Einsiedel

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14 Kinder und Jugendliche der flexiblen ambulanten Erziehungshilfen „Seelensteine“ in Merseburg und Halle nutzten die Möglichkeit zwei erlebnisreiche Ferientage auf der Kulturinsel Einsiedel in der Nähe von Görlitz zu verbringen. Vor etwa 1000 Jahren lebte hier das Volk der slawischen Turiseder, welche beinah in Vergessenheit geraten wäre. Aber aufgrund zahlreicher archäologischer Funde wurde diese Hochkultur wieder entdeckt und ihre verspielten Bauwerke, Landschaftsformen, Skulpturen und Artefakte in faszinierend authentischer Art und Weise rekonstruiert. 500 Meter unterirdische Geheimgänge, verwinkelte Pfade und Hängebrücken laden dazu ein  all´ die Attraktionen und Schätze der Museumsinsel landunter und landüber entdecken zu wollen. Uns ging es da nicht anders. Die lange Autofahrt und lähmende Hitze waren schnell vergessen, als es hieß sich mit einer großen Schatzkarte, Taschenlampen, Wasservorräten zu rüsten und die „Insel“ nach Belieben zu erkunden. So bestaunten wir Hühner, die in Baumhäusern leben, folgten den ominösen Schreien eines Pfaus, siebten Gold, hüpften vorsichtig von Stein zu Stein aus Angst vor der Sprengelanlage oder auch Alle gemeinsam auf einem Riesentrampolin. Wir quetschten uns „todesmutig“ durch stockfinstere Tunnelgänge, kühlten unsere erhitzen Köpfe in einem „Kältekino“ oder suchten nach einem heftigen Platzregen Unterschlupf und erzählten uns gegenseitig  Witze. Bärenhungrig stürzten wir uns schließlich auf ein Gericht namens „Trollzauber“, das sich der ein oder andere vier Mal schmecken ließ… gern hätten wir uns gleich im Anschluss in unser gemütliches „Behütum“ zum Schlafen gelegt, aber voller Spannung fieberten wir unserem Mitternachtsabenteuer entgegen. Dieses Unternehmen sorgte für so viel Aufregung, dass schon die Vorstellung des externen  „Erschreckt-werdens“ für viel Gruseladrenalin und Puddingknie sorgte. Meist entpuppte sich das „Monster“ als streunende Katze oder wehendes Ästlein im Mondenschein. Nach dieser nächtlichen Wanderung durch den Troll-Elch-und-Feenwald schliefen bald alle  Abenteurer tief und fest ein. Am nächsten Tag bewegten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück im Baumstammlokal schon wie echte „Inselbewohner“ und stürzten uns erneut in die über 5ha große Abenteuerwildnis, bestehend aus einem Zauberschloss, Kinderabenteuerwildnis mit Puppenstube, Piratenschiff und Baumhäusern jeglicher Art. Hier verweilten wir immer mehr an einzelnen Orten und die Kinder genossen die Möglichkeit sich völlig frei bewegen zu können. Dennoch suchten sie sich immer wieder und lernten sich immer besser kennen. Leider ist die Ferienfahrt sehr schnell zu Ende gegangen, aber der Zauber von „Einsiedel“ wird wohl noch lange anhalten. (Zum Beispiel in Form von Sägespänen in meinem Schlafsack). Jeder einzelne Abenteurer hat hier viel über sich und die Gruppe gelernt und ist bei mancher Mutprobe ein bisschen über sich hinausgewachsen.